Automotive GEO & SEO Benchmark 2026
Die Top 50 Automarken im Vergleich

Der Automotive GEO & SEO Benchmark 2026 vergleicht die Top 50 Automarken in Deutschland. Er verbindet Neuzulassungen mit Suchnachfrage, Google-Sichtbarkeit, Website-Nutzung, Verlinkung und KI-Präsenz. Marketing-, Digital- und Vertriebsverantwortliche bei Herstellern, Importeuren und Händlergruppen sehen so, wo ihre Marke digital steht.

Bei den Neuzulassungen ist die Rangfolge der Automarken klar. Digital ergibt sich teilweise ein anderes Bild. Manche Hersteller erzeugen mehr Suchinteresse, als ihre Verkaufszahlen vermuten lassen. Andere sind bei Google oder in der KI besonders präsent. Wieder andere wachsen rasant, obwohl ihre Sichtbarkeit in Google und KI-Antworten hinterherhinkt.

Der Benchmark benennt, was die Spitzenreiter richtig machen und wo Potenziale liegen. Das gilt für Marktführer, die ihre Position verteidigen, ebenso wie für Verfolger, die aufschließen wollen.

Teil 1 der Serie: Dieser Benchmark liefert die Datenbasis. Teil 2, das Acceleration Playbook mit den Ranking-Faktoren je Kaufphase, erscheint in Kürze.

Inhalt

Automotive GEO & SEO Benchmark 2026: die wichtigsten Ergebnisse in Kürze

Im Automotive GEO & SEO Benchmark 2026 gilt: Wer viele Fahrzeuge verkauft, ist meist auch bei Google und in KI-Antworten stark. Die größten Hebel liegen dagegen bei markenfreien Suchen.

  • Neuzulassungen: Starke Dynamik in der Rangliste. Volkswagen ist und bleibt Marktführer, Škoda wächst kräftig auf Rang 4. BYD und Tesla stehen zusammen für gut die Hälfte des gesamten Netto-Marktwachstums.
  • Suchnachfrage: Hohes Interesse an einzelnen Marken hat unterschiedliche Hintergründe. Porsche profitiert von seiner Strahlkraft als Luxusmarke. Bei BYD und Tesla trifft hohe Suchnachfrage auf enormes Absatzwachstum. Škoda verkauft dagegen deutlich mehr, als seine Online-Nachfrage vermuten lässt.
  • SEO: Die Marktführer sind stark, doch bei generischen Suchen dominieren andere. Mercedes-Benz und Volkswagen führen die Google-Sichtbarkeit an. Bei Suchanfragen ohne Markenbezug entfallen jedoch nur 6 % der untersuchten Top-10-Platzierungen auf Hersteller und Herstellerbanken.
  • Website-Nutzung: Reichweite verändert sich je nach betrachteter Domain. Tesla, Kia und Hyundai führen bei weltweiten Website-Besuchen. Unter den deutschen Domains liegen Audi, Volkswagen und Mercedes-Benz mit jeweils rund 3 Mio. Besuchen fast gleichauf. Volkswagen erreicht die meisten unterschiedlichen Nutzer unter den deutschen Herstellerdomains. Kleinere Player wie z. B. Mini überzeugen mit langer Nutzungsdauer.
  • Offsite: Deutsche Domains können mit internationalen Automotive-Websites mithalten. Porsche und Kia führen international beim Trust Flow. Volkswagen erreicht mit seiner deutschen Domain eine höhere Linkqualität als mehrere global verlinkte Herstellerseiten.
  • GEO: In KI-Antworten zählen konkrete Produkteigenschaften und unabhängige Quellen. Volkswagen wird in knapp zwei Dritteln der KI-Kaufberatungen genannt. Hyundai und Kia sind deutlich präsenter, als ihre Zulassungszahlen erwarten lässt. Garantie, Ladetechnik und unabhängige Tests prägen die Empfehlungen – der ADAC ist die meistzitierte Quelle. Es wurden für jeden Hersteller die der KI bekannten Stärken und Schwächen ermittelt (Sentiment-Analyse).

Digitale Sichtbarkeit schafft Chancen auf mehr Absatz, aber der Weg zur Neuzulassung ist komplex. Erst wenn Sichtbarkeit, Markenführung, Inhalte, Fahrzeugangebote und Händlervertrieb ineinandergreifen, lässt sich digitale Stärke konsequent in Vertriebserfolg übersetzen.

Vollständiger Benchmark als PDF: alle Daten zu 50 Automarken

Die Tabellen im Artikel konzentrieren sich der Lesbarkeit und Übersicht halber auf Marken, deren Kennzahlen besonders interessante Unterschiede und Erkenntnisse liefern.

Das vollständige PDF bewertet alle 50 Automarken über sämtliche digitalen Kennzahlen. Es enthält alle erhobenen Daten und ausführliche KI-Sentiment-Profile der 15 Marken mit belastbarer Datenbasis.

Volkswagen bleibt Marktführer, BYD und Tesla machen gut die Hälfte des Wachstums aus

Volkswagen führt mit 396.444 Neuzulassungen klar (KBA, Januar bis September 2026). BYD und Tesla stehen zusammen für gut die Hälfte des Marktwachstums.

Von Januar bis September 2026 wurden in Deutschland 2.221.798 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 5,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Volkswagen führt den Markt mit 396.444 Neuzulassungen weiterhin deutlich an. Trotz eines Rückgangs um 5,7 % liegt die Marke damit sogar vor Mercedes-Benz und BMW zusammen.

KBA-RangMarkeNeuzulassungen
1Volkswagen396.444
2Mercedes-Benz194.859
3BMW189.320
4Škoda186.973
5Audi153.020
6SEAT117.432
7Opel105.375
8Ford74.630
9Hyundai71.400
10Dacia53.176

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41/2026 vom 05.10.2026, Pkw-Neuzulassungen Januar bis September 2026.

Besonders stark legen BYD und Tesla zu. Zusammen verzeichnen sie rund 61.000 zusätzliche Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte deutsche Pkw-Markt wuchs im selben Zeitraum um rund 111.800 Fahrzeuge. Damit entfällt rechnerisch gut die Hälfte des gesamten Marktzuwachses auf diese beiden Marken.

Die zehn größten Zulassungsgewinne

MarkeVeränderung Fahrzeuge (ca.)Veränderung in %Neuzulassungen
BYD+31.000+262,1 %42.788
Tesla+30.000+201,9 %44.810
Škoda+21.200+12,8 %186.973
Fiat+9.300+22,1 %51.272
MG Motor+9.100+49,8 %27.363
Renault+8.400+19,5 %51.348
BMW+7.800+4,3 %189.320
Mini+7.700+30,8 %32.811
Audi+7.000+4,8 %153.020
Mazda+6.700+22,8 %36.083

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41/2026, Januar bis September 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Absolute Veränderung aus der prozentualen Veränderung berechnet und gerundet.

Die zehn größten Zulassungsrückgänge

MarkeVeränderung Fahrzeuge (ca.)Veränderung in %Neuzulassungen
Volkswagen−24.000−5,7 %396.444
Toyota−11.900−19,2 %50.022
Ford−8.400−10,1 %74.630
Volvo−6.500−14,4 %38.454
Mitsubishi−6.200−39,3 %9.529
SEAT−5.700−4,6 %117.432
Alfa Romeo−2.300−39,7 %3.480
Porsche−1.600−7,0 %21.675
Suzuki−1.200−6,9 %16.371
GWM−1.100−47,9 %1.189

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41/2026, Januar bis September 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Absolute Veränderung aus der prozentualen Veränderung berechnet und gerundet.

Auch unter den etablierten Herstellern verschieben sich die Abstände. Škoda gewinnt mehr als 20.000 Neuzulassungen hinzu und liegt damit nur noch ca. 2.300 Fahrzeuge hinter BMW. BYD und Tesla wachsen mit stark elektrifizierten Modellangeboten besonders dynamisch. BMW, Škoda und Audi legen auf deutlich höherem Absatzniveau zu.

Die absoluten Zahlen machen zwei Entwicklungen sichtbar. Volkswagen behauptet seine dominante Marktposition. Neue Wettbewerber wie BYD und Tesla und etablierte Verfolger wie Škoda, BMW und Audi verringern dagegen ihren Abstand zur Spitze.

Was daraus folgt: Schnell wachsende Marken gewinnen Marktanteile, bevor ihre digitale Präsenz nachzieht. Etablierte Hersteller sichern ihre Position, wenn sie Suchanfragen zu Elektromodellen, Leasing und Verfügbarkeit früh besetzen.

Tesla, Porsche und BYD liegen bei der Markensuche deutlich vor ihren Zulassungszahlen

Die Markensuche folgt im Kern der Marktposition. Tesla, BYD und Porsche werden aber deutlich häufiger gesucht, als ihre Zulassungen erwarten lassen.

Volkswagen führt auch bei der Suche nach der Marke vor BMW und Mercedes-Benz. Die großen Hersteller dominieren damit sowohl den Absatzmarkt als auch die Suchnachfrage. Dahinter gehen Verkaufszahlen und Markeninteresse jedoch deutlich auseinander.

SuchrangMarkeSuchvolumen / MonatKBA-Rang
1Volkswagen696.0001
2BMW509.0003
3Mercedes-Benz495.0002
4Audi381.0005
5Tesla331.00016
6BYD325.00017
7Porsche313.00024
8Škoda290.0004
9Hyundai290.0009
10Toyota235.00014

Quelle: SISTRIX, monatliches Suchvolumen der Markennamen in Deutschland, Stand 05.10.2026 (Schätzwerte). Škoda und Hyundai liegen gleichauf. KBA-Rang: Neuzulassungen Januar bis September 2026.

Eine hohe Nachfrage in der Suche bedeutet nicht automatisch hohe Kaufabsicht. Porsche, Ferrari und Lamborghini sind für viele Traum- und Statusmarken. Ihr verhältnismäßig hohes Suchinteresse geht deshalb nicht zwangsläufig mit einer konkreten Verkaufszahl einher.

Bei Tesla und BYD sieht das anders aus. Beide Marken werden deutlich häufiger gesucht, als ihr Rang in den Neuzulassungen vermuten lässt. Gleichzeitig verzeichnen sie die größten Zulassungsgewinne. Das starke Interesse geht hier also bereits mit einem messbaren Wachstum einher.

Die Position von Škoda und Opel ist bei den Neuzulassungen deutlich besser als bei der digitalen Markennachfrage. Auch SEAT fällt in diese Kategorie, während bei Hyundai beide Rangfolgen nah beieinander liegen. Eine mögliche Erklärung sind unterschiedliche Zielgruppen und Kaufmotive. Bei erschwinglichen Volumenmodellen fallen konkrete Kaufanfragen vermutlich stärker ins Gewicht als unverbindliche Wunschsuchen. Das würde auf eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit je Suchanfrage hindeuten.

Škoda: Das Flottengeschäft erklärt den Abstand zwischen Absatz und Markensuche

Insbesondere bei Škoda dürfte der starke Absatz im Flottengeschäft eine wichtige Rolle spielen. Die Marke lag schon 2025 in Deutschland bei Firmenflotten auf Rang 2 hinter Volkswagen. Der Octavia führt das Modellranking im Gewerbebereich sogar an (Quelle: Dataforce, Pkw-Flottenmarkt 2025). Die gewerbliche Beschaffung über Fuhrparks und Leasing erklärt deshalb vermutlich einen Teil des Abstands zwischen Absatz und Markensuche.

Gemessen wurden ausschließlich Suchanfragen nach den Markennamen. Bekannte Modellbezeichnungen wie Golf, Octavia oder Model Y bleiben außen vor, obwohl sie einen erheblichen Teil des Interesses ausmachen können.

Für das Automotive-Marketing stellt sich damit die nächste Frage: Wie gut erreichen die Hersteller das vorhandene Interesse über ihre eigenen Websites?

Was daraus folgt: Hohe Markennachfrage ist ein Vorsprung, den die eigene Website auffangen muss. Marken mit starkem Flottengeschäft wie Škoda gewinnen zusätzlich über Inhalte für gewerbliche Käufer.

Google-Sichtbarkeit: Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW bilden die Spitzengruppe

Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW bilden die Spitzengruppe der Google-Sichtbarkeit. Ford, BYD und Tesla weichen deutlich von ihrer Absatzposition ab.

Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW bilden die Spitzengruppe der organischen Google-Sichtbarkeit. Im 12-Wochen-Median liegt Mercedes-Benz vorn. Volkswagen führte in zwei der zwölf Wochen und erreichte mit 31,1 den höchsten Einzelwert des Zeitraums. Mit 90.900 Top-10-Keywords deckt Volkswagen zudem die meisten Suchbegriffe auf der ersten Ergebnisseite im gesamten Benchmark ab. Platz 2 teilen sich meist Volkswagen und BMW.

Grundlage ist der SISTRIX-Sichtbarkeitsindex als 12-Wochen-Median.

SEO-RangMarke / DomainSI 12-Wo.-MedianTop-10-KeywordsKBA-Rang
1Mercedes-Benz · mercedes-benz.de29,975.0622
2Volkswagen · volkswagen.de25,090.9001
3BMW · bmw.de24,356.5873
4Audi · audi.de21,938.9325
5Porsche · porsche.com19,542.48624
6Toyota · toyota.de12,3229.18414
7Ford · ford.de12,2638.5998
8Škoda · skoda-auto.de12,132.3224
9Honda · honda.de10,429.37430
10Renault · renault.de10,125.45911

Quelle: SISTRIX Sichtbarkeitsindex Deutschland, Median aus zwölf Wochenwerten (27.07. bis 12.10.2026), Top-10-Keywords Stand 12.10.2026.

Ford erreicht die SEO-Sichtbarkeit von Škoda – bei weniger als halb so vielen Verkäufen

Ford und Škoda liegen im Sichtbarkeitsindex nahezu gleichauf. Ford liegt im 12-Wochen-Median sogar knapp vorn. Dabei verkauft Škoda rund zweieinhalbmal so viele Fahrzeuge. Ford verfügt zudem über eine breitere Abdeckung mit Keywords auf der ersten Seite der Google Ergebnisse.

Für Škoda eröffnet das eine interessante Perspektive. Die Marke ist im Absatz und besonders im Flottengeschäft erfolgreich, könnte ihre digitale Sichtbarkeit der eigenen Website aber möglicherweise durch zusätzliche Inhalte zu Modellen, Ausstattung und gewerblicher Nutzung ausbauen. Für Ford geht es eher darum, die bereits bestehende Sichtbarkeit noch besser in Verkäufe umzumünzen.

BYD und Tesla könnten deutlich mehr Suchinteresse auf ihre eigenen Websites lenken

BYD verzeichnet stark steigende Zulassungen und liegt bei der Markensuche bereits auf Rang 6. Die eigene Website erreicht im Google-Sichtbarkeitsindex dagegen nur Rang 33. Das deutet auf erhebliches Potenzial hin, die wachsende Nachfrage auch über organische Suchergebnisse mit der eigenen Domain zu erreichen.

Bei Tesla ist die SEO-Position bereits stärker. Dennoch bleibt sie deutlich hinter der hohen Nachfrage und dem steilen Wachstum im Absatz zurück. Angesichts der kräftig gestiegenen Verkaufszahlen könnten vor allem konkrete Modellvergleiche, Ausstattungsvarianten, Kaufangebote und Gebrauchtwagensuchen mit lokalem Bezug zusätzliche Chancen bieten.

Bei beiden Marken wächst der Absatz schneller als die breite organische Sichtbarkeit. Für das weitere Wachstum könnte es deshalb besonders wertvoll sein, Interessenten auch bei spezifischen Kaufanfragen auf die eigenen Angebote zu führen.

Audi erzielt mit nahezu gleich vielen Top-10-Keywords deutlich mehr Google-Sichtbarkeit als Ford

Audi und Ford sind bei jeweils knapp 40.000 Suchbegriffen auf der ersten Google-Ergebnisseite vertreten. Audis Sichtbarkeitsindex liegt dennoch rund 79 % höher. Das deutet darauf hin, dass Audi Modelle in Deutschland häufiger gesucht werden und/oder audi.de auf besseren Positionen rankt.

Was daraus folgt: Sichtbarkeit entsteht aus Modell-, Ausstattungs- und Angebotsseiten, die gesuchte Begriffe abdecken. Wachstumsmarken holen am schnellsten auf, wenn ihre Domain die vorhandene Markennachfrage auf eigene Angebote lenkt.

Tesla, Kia und Hyundai führen bei den weltweiten Website-Besuchen – andere Marken fallen mit intensiver Websitenutzung auf

Tesla, Kia und Hyundai erreichen weltweit die meisten Website-Besuche. Unter den deutschen Herstellerdomains liegen Audi, Volkswagen und Mercedes-Benz mit je rund 3 Mio. Besuchen gleichauf.

Similarweb ergänzt die Google-Sichtbarkeit um die geschätzte Website-Nutzung über alle Trafficquellen. Gemessen werden Besuche, Besuchsdauer und Seiten pro Besuch (Kennzahlen und Vergleichbarkeit).

Internationale .com-Domains bündeln Besuche aus allen Märkten, deutsche Domains vor allem aus Deutschland. Deshalb werden beide Gruppen zusätzlich getrennt verglichen. Traffic-Werte aus Similarweb liegen nur global vor. Ein Reichweitenvergleich zwischen internationalen und deutschen Domains ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.

Bei der Nutzungsintensität halten die deutschen Domains mit. Mercedes-Benz erzielt die längste Besuchsdauer und die meisten Seiten pro Besuch der gesamten Tabelle. Volkswagen, Audi und BMW werden länger besucht als tesla.com.

RangMarke / DomainBesuche / MonatSeiten / BesuchBesuchsdauerKBA-Rang
1Tesla · tesla.com31,31 Mio.5,9503:2516
2Kia · kia.com25,34 Mio.4,0902:3113
3Hyundai · hyundai.com19,72 Mio.4,0102:059
4Porsche · porsche.com11,70 Mio.10,6804:1224
5BYD · byd.com10,75 Mio.3,1602:1117
6Volvo · volvocars.com10,69 Mio.4,1301:5819
7Audi · audi.de3,19 Mio.5,8803:315
8Volkswagen · volkswagen.de3,18 Mio.7,2903:451
9Mercedes-Benz · mercedes-benz.de3,03 Mio.12,1104:162
10BMW · bmw.de2,81 Mio.6,8203:313
Weitere Marken einblenden
RangMarke / DomainBesuche / MonatSeiten / BesuchBesuchsdauerKBA-Rang
11Polestar · polestar.com2,81 Mio.5,8102:1931
12Ferrari · ferrari.com2,69 Mio.5,1601:5037
13Lamborghini · lamborghini.com1,61 Mio.10,9702:1940
14Toyota · toyota.de1,55 Mio.6,2603:1314
15Škoda · skoda-auto.de1,47 Mio.3,5102:214

Quelle: Similarweb, Website-Daten September 2026, weltweit, alle Trafficquellen (Schätzwerte, Abruf 13.10.2026).

Kia erreicht weltweit mehr unterschiedliche Besucher als Tesla

Tesla führt bei den monatlichen Besuchen. Bei den unterschiedlichen Besuchern (Unique Visitors) liegt jedoch Kia mit 15,01 Mio. knapp vor Tesla (14,88 Mio.). Tesla wird entsprechend häufiger erneut besucht.

Auch Hyundai ist als Volumenmarke weltweit digital stark aufgestellt. Gemeinsam mit Kia liegt die Marke bei den Website-Besuchen sogar vor der Luxusmarke Porsche. Volvo erreicht nahezu dieselbe Reichweite wie BYD und hat mit 7,00 Mio. mehr unterschiedliche Besucher als Porsche (6,35 Mio.). Die internationale Präsenz dieser Hersteller geht weit über ihre jeweilige Position im deutschen Absatzmarkt hinaus.

Porsche und die deutschen Premiumhersteller überzeugen mit langer Besuchsdauer

Porsche kombiniert hohe internationale Reichweite mit einer besonders intensiven Website-Nutzung. Auch Mercedes-Benz, BMW und Audi erreichen lange durchschnittliche Besuchszeiten. Modellvergleiche, Konfigurationen und die Beschäftigung mit Ausstattungsvarianten dürften dazu beitragen.

Lamborghini fällt zusätzlich durch außergewöhnlich viele Seitenaufrufe pro Besuch auf (10,97). Knapp außerhalb der Top 15 gilt das auch für Aston Martin (Rang 16, 11,08), außerdem für Bentley (Rang 20, 14,33). Gerade bei exklusiven Fahrzeugen kann die Website neben der Kaufvorbereitung auch dazu dienen, Modelle und Ausstattungen ausführlich zu erkunden – meist wohl ohne Kaufabsicht.

Audi, Volkswagen und Mercedes-Benz liegen bei den deutschen Herstellerdomains nah beieinander

Diese Rangliste ordnet die Reichweite der stärker auf Deutschland ausgerichteten Herstellerdomains.

RangMarke / DomainBesuche / MonatSeiten / BesuchBesuchsdauerKBA-Rang
1Audi · audi.de3,19 Mio.5,8803:315
2Volkswagen · volkswagen.de3,18 Mio.7,2903:451
3Mercedes-Benz · mercedes-benz.de3,03 Mio.12,1104:162
4BMW · bmw.de2,81 Mio.6,8203:313
5Toyota · toyota.de1,55 Mio.6,2603:1314
6Škoda · skoda-auto.de1,47 Mio.3,5102:214
7Dacia · dacia.de1,30 Mio.4,8202:4710
8Renault · renault.de1,15 Mio.4,5402:1111
9Ford · ford.de0,94 Mio.6,3102:288
10Opel · opel.de0,88 Mio.2,6101:497

Quelle: Similarweb, Website-Daten September 2026, weltweit, alle Trafficquellen (Schätzwerte, Abruf 13.10.2026).

Die deutschen Marktführer bestätigen ihre starke Position auch bei der Website-Nutzung. Im September 2026 kommen Audi, Volkswagen und Mercedes-Benz auf jeweils rund 3 Mio. Besuche. Audi legt gegenüber August um rund 31 % zu und liegt damit knapp vorn.

Laut Similarweb stammt der größte Teil des Zuwachses aus Display-Werbung (rund 0,32 Mio. zusätzliche Besuche, +250 %). Dazu kommen mehr direkte Aufrufe (+23 %) und organische Aufrufe (+16 %). Hinter dem Display-Plus steht eine Bannerkampagne mit 70 erfassten Audi-Werbemitteln (+25 %), unter anderem für RS 5 und Q7. Die Display-Besuche kommen zu rund 71 % von t-online.de, dahinter folgen web.de und gmx.net. Ob Audi die Spitze ohne diesen Schub hält, entscheidet sich erst in den kommenden Monaten.

Volkswagen erreicht die meisten unterschiedlichen Besucher (1,83 Mio., hohe Breite), Mercedes-Benz die längste Besuchsdauer und die meisten Seiten pro Besuch (höhere Tiefe). BMW folgt mit 2,81 Mio. Besuchen und ebenfalls langen Besuchszeiten. Ab Rang 5 sinkt die Zahl der Besuche auf rund die Hälfte der drei Spitzenreiter.

Toyota und weitere Verfolger: Absatz und Website-Nutzung gehen auseinander

Toyota erreicht unter den deutschen Domains Rang 5 und liegt damit neun Plätze über seinem KBA-Rang. Die Website erzielt sogar mehr Besuche als Škoda, obwohl Škoda in Deutschland wesentlich mehr Fahrzeuge verkauft. Auch die längere Besuchsdauer spricht für eine intensive Nutzung.

Ford und Opel erreichen eine vergleichbare Website-Reichweite, bei Ford bleiben Besucher allerdings deutlich länger. Einen ähnlichen Unterschied haben Citroën und Peugeot. Obwohl Peugeot mehr Besuche erzielt, ist die durchschnittliche Besuchsdauer bei Citroën mehr als doppelt so hoch.

Mini fällt durch lange Besuche bei vergleichsweise geringer Reichweite auf. Mit 3:13 Minuten liegt die durchschnittliche Besuchsdauer auf dem Niveau von Toyota, bei nur rund 0,39 Mio. Besuchen. Auch kleinere Websites erreichen damit ein Publikum, das sich intensiv mit ihren Inhalten beschäftigt.

SEAT hat dagegen trotz seiner starken Position bei den Neuzulassungen eine relativ geringe Besucheranzahl. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die getrennte Website von CUPRA in diesen Zahlen nicht enthalten ist.

Lange Besuchszeiten sprechen für intensive Beschäftigung – Klicktiefe hängt auch vom Website-Aufbau ab

Lange Besuche sprechen für eine intensive Beschäftigung mit Modellen, Ausstattungen und Angeboten. Die Zahl der Seiten pro Besuch hängt zusätzlich vom Website-Aufbau ab (Einordnung der Nutzungskennzahlen).

Was daraus folgt: Reichweite allein sagt wenig über die Kaufnähe. An Besuchsdauer und Seiten pro Besuch lässt sich ablesen, wo Konfigurator, Modellvergleich und Angebotssuche Interessenten halten.

Benchmark kostenlos downloaden: Position jeder Automarke im digitalen Wettbewerb

Der vollständige Automotive GEO & SEO Benchmark 2026 liefert den direkten Wettbewerbsvergleich mit den erhobenen Kennzahlen zu 50 Automarken. Dazu gehören vertiefende KI-Auswertungen mit konkreten Markenstärken, Kritikpunkten und deren Nennungshäufigkeiten.

Porsche und Kia führen beim Trust Flow, Volkswagen bei deutschen Domains

Porsche und Kia haben die stärksten internationalen Linkprofile, Volkswagen das stärkste unter den deutschen Domains. Mercedes-Benz erreicht mit weniger Links eine höhere Google-Sichtbarkeit.

Externe Verlinkungen sind ein wichtiger Baustein für organische Google-Sichtbarkeit. Majestic misst verweisende Domains, externe Links, Trust Flow (TF) und Citation Flow (CF) (Definitionen der Linkkennzahlen).

Globale .com-Domains bündeln Verlinkungen aus mehreren Ländern. Bei nationalen .de-Domains verteilen sie sich auf mehrere Marktauftritte, etwa .at oder .ch. Deshalb werden beide Gruppen getrennt sortiert.

RangMarke / DomainTFCFVerweisende DomainsExterne LinksKBA-Rang
1Porsche · porsche.com816738.8004,84 Mio.24
2Kia · kia.com776227.1003,37 Mio.13
3Aston Martin · astonmartin.com75559.3600,48 Mio.41
4Jaguar · jaguar.com735711.2000,80 Mio.–
5Lamborghini · lamborghini.com725912.4000,67 Mio.40
6Volvo · volvocars.com725727.2004,32 Mio.19
7Bentley · bentleymotors.com72559.0608,37 Mio.43
8Maserati · maserati.com70557.3000,81 Mio.44
9Lotus · lotuscars.com70525.0900,67 Mio.45
10Hyundai · hyundai.com676324.3005,19 Mio.9

Quelle: Majestic, Fresh Index, Stand 13.10.2026 (Jaguar: 14.10.2026). Jaguar ist beim KBA nicht einzeln ausgewiesen.

Porsche verbindet das stärkste Linkprofil mit einer Spitzenposition bei Google. Kia fällt ebenfalls auf. Trotz der zweithöchsten Trust-Flow-Bewertung liegt die Marke bei der deutschen SEO-Sichtbarkeit außerhalb der Top 10. Auch Volvo und Hyundai verfügen über starke internationale Linkprofile. Diese spiegeln sich nicht im selben Umfang in ihrer deutschen Google-Position wider. Das passt zu den starken Werten bei der gemessenen Website-Nutzung (Similarweb). Die internationale Stärke lässt sich allerdings nicht direkt auf den deutschen Markt übertragen.

Volkswagen führt bei deutschen Domains, Mercedes-Benz erzielt mit weniger Links eine höhere SEO-Sichtbarkeit

Bemerkenswert ist, dass einige deutsche Domains selbst mit den international verlinkten Websites mithalten können. Volkswagen.de erreicht mit einem Trust Flow von 74 sogar höhere Werte als Volvo, Lamborghini oder Bentley. BMW liegt mit 70 knapp hinter Volvo (72), Ford erreicht mit 67 denselben Wert wie Hyundai.

RangMarke / DomainTFCFVerweisende DomainsExterne LinksKBA-Rang
1Volkswagen · volkswagen.de745712.5002,68 Mio.1
2BMW · bmw.de70547.8103,11 Mio.3
3Ford · ford.de67524.0900,30 Mio.8
4Mercedes-Benz · mercedes-benz.de66519.6700,59 Mio.2
5Opel · opel.de65493.5101,46 Mio.7
6Mitsubishi · mitsubishi-motors.de64542.4300,15 Mio.27
7Toyota · toyota.de64533.8801,78 Mio.14
8Renault · renault.de62542.9700,31 Mio.11
9SEAT · seat.de62533.1400,44 Mio.6
10Subaru · subaru.de60481.1300,07 Mio.33

Quelle: Majestic, Fresh Index, Stand 13.10.2026.

Volkswagen verbindet die stärkste Offsite-Position unter den deutschen Domains mit einer führenden SEO-Sichtbarkeit. Die Marke profitiert von einem über lange Zeit gewachsenen Linkprofil und einer starken Präsenz im deutschen Markt.

Mercedes-Benz erreicht eine deutlich höhere Sichtbarkeit, obwohl der Trust Flow niedriger liegt und die Domain weniger als ein Viertel der externen Links von Volkswagen aufweist. Selbst Ford erzielt einen höheren Trust Flow als Mercedes-Benz. Für die starke Google-Position von Mercedes-Benz sind neben der Verlinkung auch Inhalte, Informationsarchitektur und technische Umsetzung entscheidend.

Offsite-Stärken im Verfolgerfeld: Audi, Ford und Mitsubishi

Audi erreicht trotz eines Trust Flow von nur 53 (außerhalb der Top 10 dieser Tabelle) Rang 4 im SEO-Ranking. Die Domain verfügt über mehr externe Links als Volkswagen, aber über weniger verweisende Domains. Weder die absolute Linkzahl noch der Trust Flow allein erklären die organische Sichtbarkeit.

Ford überzeugt mit dem dritthöchsten Trust Flow unter den deutschen Domains und gehört auch bei Google zu den sichtbarsten Herstellern. Opel und SEAT verfügen ebenfalls über solide Linkprofile, bleiben bei der SEO-Sichtbarkeit jedoch hinter ihren jeweiligen Zulassungspositionen zurück. Die externe Grundlage ist also vorhanden, während sich bei der gesamten SEO-Leistung noch Potenzial erkennen lässt.

Überraschend stark ist auch Mitsubishi. Bei den Neuzulassungen liegt die Marke auf Rang 27, beim Trust Flow deutscher Domains dagegen bereits auf Rang 6. Die vergleichsweise hohe Linkstärke geht allerdings nicht mit einer ähnlich hohen Google-Sichtbarkeit einher. Auch dort scheint ein Fundament zu existieren, welches durch Onsite-Maßnahmen noch ausgebaut werden kann.

Wie viel Sichtbarkeit aus einem starken Linkprofil entsteht, hängt zusätzlich davon ab, welche Inhalte eine Website anbietet, wie diese strukturiert sind und welche Suchanfragen sie erreichen. Diese Faktoren werden im nächsten Teil dieser Artikelserie – dem Acceleration Playbook – vertieft.

Globale .com-Domains wie Tesla können ihre internationale Linkstärke effizient bündeln

Tesla besitzt mit rund 63.900 verweisenden Domains die größte Linkbreite im gesamten Benchmark, erreicht aber nur einen Trust Flow von 44. BYD verfügt ebenfalls über eine beachtliche internationale Verlinkung. Beide Marken wachsen bei den deutschen Neuzulassungen stark. Ihre Google-Sichtbarkeit bleibt dagegen noch teilweise deutlich hinter der Markensuchnachfrage zurück.

Eine globale .com-Domain ist dabei weder automatisch ein Vor- noch ein Nachteil. Sie kann die Linkstärke verschiedener Märkte bündeln. Mit sauber aufgebauten Landesverzeichnissen wie /de/, passenden Sprachverweisen und lokal relevanten Inhalten bedient sie mehrere Länder effizient. Tesla und BYD stehen exemplarisch für diesen zentralisierten Ansatz, der für den deutschen Markt noch Potenzial bietet.

Nationale Domains wie volkswagen.de ermöglichen dagegen einen eigenständigen Marktauftritt. Er richtet sich an lokalen Erwartungen und gewachsener Markenbekanntheit aus. Auch hier unterstützen eine durchdachte internationale Verlinkung und technische Struktur die Sichtbarkeit. Eigenständige Ländergesellschaften im Konzern können das allerdings erschweren.

Wichtig ist, wie gut die vorhandene Linkstärke mit Landessprache, lokalem Suchinteresse und Inhalten verbunden wird. Dabei zählen die Zahl der Links und ebenso ihre Qualität, gemessen an TF und CF.

Was daraus folgt: Linkstärke wirkt erst mit passenden Inhalten und einer sauberen Länderstruktur. Für .com-Domains zählen Landesverzeichnisse, Sprachverweise und lokale Inhalte. Für .de-Domains zählt die Verlinkung zwischen den Marktauftritten. Hier setzt eine gezielte Offpage-Optimierung an.

Hersteller besetzen nur 6 % der Google-Top-10 – Großes Potenzial entlang der gesamten Customer Journey

Bei markenfreien Suchen besetzen Hersteller und Herstellerbanken nur 6 % der Google-Top-10. ADAC, Vermittler, Portale, Leasinganbieter und Werkstätten teilen sich den Großteil der Plätze.

Ob „bestes Familienauto“ oder „Elektroauto mit hoher Reichweite“: Viele Fahrzeugsuchen beginnen ohne Markenpräferenz. Der Benchmark untersucht deshalb 100 markenfreie Suchbegriffe aus fünf Phasen des Autokaufs (Auswahl und Zuordnung). Aus den Google-Top-10 geht hervor, welche Anbieter Interessenten in jeder Phase erreichen.

Anteil der Top-10-PlätzeOrientierungLernenKontaktKaufNutzungGesamt
Hersteller und Herstellerbanken1 %8 %7 %4 %9 %6 %
ADAC, TÜV, Verbraucherorganisationen17 %10 %6 %9 %14 %11 %
Fachmedien15 %12 %3 %2 %3 %7 %
Fahrzeugportale5 %11 %11 %5 %4 %7 %
Online-Händler und Vermittler19 %15 %11 %7 %9 %12 %
Leasing, Finanzierung, Versicherung20 %15 %4 %21 %6 %14 %
Händler und Händlergruppen5 %9 %18 %7 %3 %8 %
Werkstätten, Teile, Ladeinfrastruktur2 %10 %2 %13 %22 %9 %
Videos und Foren11 %4 %8 %1 %4 %5 %
Sonstige, Behörden, SERP-Elemente5 %8 %30 %31 %25 %19 %

Quelle: SISTRIX, Google-Top-10 für 100 markenfreie Suchbegriffe in fünf Kaufphasen (896 Ergebnisse), Deutschland, Abruf 27.09.2026. Zuordnung der Domains zu Anbietergruppen durch digitalagenten.

Hersteller und Herstellerbanken sind bei generischen Suchanfragen in allen fünf Phasen vergleichsweise selten vertreten. Besonders in der frühen Orientierung bestimmen unabhängige Anbieter, Fachmedien und Vermittler die Ergebnisse. Hier erreichen die Hersteller gerade etwa 1 %. Beim Kauf und in der späteren Nutzung gewinnen andere Anbietergruppen an Bedeutung, zum Beispiel Leasing- und Finanzierungsanbieter. Marken konkurrieren damit untereinander und entlang der gesamten Customer Journey mit spezialisierten Plattformen und Dienstleistern.

Darin liegt Potenzial für alle Hersteller. Wer bei einem Vergleich reichweitenstarker Elektroautos oder familienfreundlicher Modelle präsent ist, kommt schon vor der Markenentscheidung in die engere Auswahl. Auch die lokale Suche bietet Chancen. Für Händlergruppen liegt die größte Chance in der Kontaktphase. Lokale Suchen wie „Autohaus in der Nähe“ oder „Probefahrt vereinbaren“ sind noch nicht von großen Portalen besetzt. Gut rankende Fahrzeuglisten bedienen Longtail-Anfragen nach Modell, Ausstattung, Preis und Standort. Sie führen Interessenten direkt zu verfügbaren Fahrzeugen.

Sofort verfügbare Fahrzeuge: Im Umkreis ranken vor allem Portale

Wer ein konkretes Modell gebraucht oder sofort verfügbar in der eigenen Region sucht, etwa „Golf gebraucht Berlin“, „BMW 3er gebraucht München“ oder „C-Klasse gebraucht“, findet bei Google nur selten das Fahrzeugangebot der Marke selbst. Kaum eine Marke ist mit konkreten Fahrzeugen im Umkreis einer Suche direkt vertreten. Diese Suchergebnisse gehen zum Großteil an Drittanbieter wie mobile.de, AutoScout24, Kleinanzeigen, AutoUncle und 12gebrauchtwagen. mobile.de steht bei allen elf untersuchten Gebrauchtwagen-Suchbegriffen in den Top 10, AutoScout24 bei zehn. Herstellerdomains belegen 8 von 107 Plätzen, vor allem dort, wo eine eigene Gebrauchtwagenbörse mit Modellseiten besteht. Bei Suchen mit Ortsbezug ranken einzelne Händler und Niederlassungen.

Dabei bringen die Marken für diese Suchen die besten Voraussetzungen mit: geprüfte Fahrzeuge aus dem eigenen Handelsnetz, Herstellergarantie, hohe Glaubwürdigkeit und Domains mit starkem Ranking-Potenzial. Mit indexierbaren Bestandsseiten je Modell und Standort erreichen sie die Nachfrage nach sofort verfügbaren Fahrzeugen selbst, bis zum konkreten Fahrzeug beim Händler vor Ort.

Quelle: SISTRIX, Google-Top-10 für elf Gebrauchtwagen-Suchbegriffe mit Modell- und Ortsbezug (107 Ergebnisse), Deutschland, Abruf 26.10.2026.

Welche Inhalte dafür entscheidend sind und welche Aufgaben Hersteller und Handel übernehmen können, vertieft das folgende Acceleration Playbook.

Was daraus folgt: Hersteller gewinnen Reichweite vor der Markenentscheidung mit Vergleichs- und Ratgeberinhalten. Händlergruppen punkten in der Kontaktphase mit Local SEO für Händlerstandorte, gepflegten Unternehmensprofilen und aktivem Bewertungsmanagement.

KI-Benchmark: Volkswagen wird in knapp zwei Dritteln der KI-Kaufberatungen genannt

Volkswagen wird in 148 von 234 KI-Antworten genannt, also in knapp zwei Dritteln. Hyundai, Kia und Tesla erscheinen deutlich häufiger, als ihre Zulassungen erwarten lassen.

Der KI-Teil untersucht 78 Fragen ohne Markenvorgabe in ChatGPT, Google AI Overviews und AI Mode (SISTRIX Prompt Tracking, Deutschland, Abruf 14.10.2026). Ausgewertet wird, welche Hersteller die 234 Antworten bei Fragen zu Fahrzeugen, Kaufkriterien und Leasing nennen. Gezählt werden Markennennungen und KI-Antworten mit Nennung, also Antworten mit mindestens einer Nennung der Marke (Prompt-Set und Zählweise).

GEO-RangMarkeNennungenKI-Antworten mit NennungKBA-Rang
1Volkswagen5231481
2Mercedes-Benz3321122
3BMW3701043
4Hyundai240849
5Audi263835
6Kia2177913
7Škoda203734
8Toyota2046414
9Tesla1706316
10Dacia1324510
Weitere Marken einblenden
GEO-RangMarkeNennungenKI-Antworten mit NennungKBA-Rang
11Porsche984324
12Opel81397

Quelle: SISTRIX Prompt Tracking, 78 markenfreie Prompts, Deutschland, Abruf 14.10.2026 (letzte 7 Tage). Nennungen und KI-Antworten mit Nennung summiert über ChatGPT, Google AI Overviews und AI Mode. GEO-Rang nach KI-Antworten mit Nennung über 48 Marken (Berechnung des GEO-Rangs).

Volkswagen erreicht mit Abstand die höchste Präsenz und wird in 148 von 234 Antworten genannt. Auch Mercedes-Benz, BMW und Audi gehören zur Spitzengruppe. Die führenden Hersteller bei Neuzulassungen und Suchnachfrage sind damit auch in KI-Kaufberatungen besonders häufig vertreten.

Hyundai, Kia und Tesla werden dagegen deutlich häufiger berücksichtigt, als ihr KBA-Rang erwarten lässt. Hyundai erreicht trotz KBA-Rang 9 den GEO-Rang 4. Kia kommt von KBA-Rang 13 auf GEO-Rang 6, Tesla von Rang 16 auf Rang 9. Bei Kia und Hyundai liegt das auch an wiederkehrenden Empfehlungen wegen Garantie und Ladetechnik. Tesla profitiert zudem von der positiven Präsenz bei Reichweite, Effizienz und Ladeinfrastruktur. Auch Toyota (KBA-Rang 14, GEO-Rang 8) und Porsche (24 und 11) liegen vor ihrer Absatzposition.

SEAT, Opel und Ford liegen in der KI-Kaufberatung hinter ihrem Absatzrang

SEAT fällt von KBA-Rang 6 auf GEO-Rang 20, Opel von Rang 7 auf Rang 12 und Ford von Rang 8 auf Rang 14. Bei SEAT zählt das KBA CUPRA mit, während KI-Systeme CUPRA als eigene Marke nennen. CUPRA erreicht separat 24 KI-Antworten mit Nennung (GEO-Rang 17) und liegt damit knapp vor SEAT mit 22. Besonders Ford fällt auf, denn die Marke erreicht bei Google eine deutlich stärkere Position als im KI-Ranking. Auch BYD liegt trotz des stärksten Zulassungswachstums nur auf Rang 22.

Insgesamt ähnelt die Reihenfolge der KI-Nennungen den Neuzulassungen sogar etwas stärker als der Google-Sichtbarkeit und der Markensuchnachfrage. Eine starke digitale Präsenz geht dennoch häufig mit hoher KI-Sichtbarkeit einher. Ob KI-Empfehlungen künftig selbst Absatz verschieben, bleibt offen. Gezielte Sichtbarkeit in KI-Antworten gewinnt deshalb an Gewicht.

Der ADAC ist die meistzitierte KI-Quelle

Der ADAC wird in 128 der 234 untersuchten Antworten als Quelle herangezogen. Daneben spielen Fachmedien, Fahrzeugportale und Vermittler eine wichtige Rolle. Herstellerdomains erscheinen seltener, werden aber ebenfalls für konkrete Produktinformationen zitiert.

DomainKI-Antworten mit ZitatZitate
adac.de128358
youtube.com78282
autobild.de49116
finn.com3961
carwow.de3758
autohero.com3257
meinauto.de2850
mobile.de2237
kia.com717
hyundai.com712
Weitere Marken einblenden
DomainKI-Antworten mit ZitatZitate
bmw.de68
mercedes-benz.de67
tesla.com46

Quelle: SISTRIX Prompt Tracking, 78 markenfreie Prompts, Deutschland, Abruf 14.10.2026. KI-Antworten mit Zitat = Antworten, die die Domain als Quelle zitieren, summiert über ChatGPT, Google AI Overviews und AI Mode (maximal 234). Zitate = alle Nennungen der Domain als Quelle.

Unter den 24 meistzitierten Einzelseiten (mindestens sieben Zitate) stammen 13 vom ADAC. Besonders gefragt sind die Bestenliste der Elektroautos, Stromverbrauchstests, die Pannenstatistik 2026 sowie Preis-Leistungs- und Ladevergleiche.

Auch Herstellerinformationen können als direkte Belege dienen. Die Kia-Seite zur Sieben-Jahre-Garantie wird in drei URL-Varianten insgesamt fünfmal zitiert. Die gesamte Domain kia.com erreicht sieben KI-Antworten mit 17 Zitaten und damit die meisten Zitate aller Herstellerdomains.

Damit gewinnen unabhängige Tests und überprüfbare Produktinformationen an Gewicht. Beide können beeinflussen, welche Fahrzeugmerkmale KI-Systeme in ihren Antworten aufgreifen. Je strukturierter, faktenbasierter und kohärenter die Inhalte sind, die die KI findet, desto eher können sie als Quelle für eine Antwort verwendet werden.

Die Quellenauswahl verändert sich allerdings schnell und unterscheidet sich je nach KI-System. YouTube ist insgesamt die zweithäufigste Quelle, wird aber nur in Google AI Overviews und AI Mode zitiert (in je 39 Antworten). In ChatGPT taucht YouTube aktuell in keiner Antwort als Quelle auf. Der ADAC wird dagegen in allen drei Systemen herangezogen.

Sentiment-Analyse: KI-Systeme greifen Markenstärken auf – aber auch Probleme früherer Modelle

Die Sentiment-Analyse vom 07.10.2026 untersucht, welche Eigenschaften und Vorbehalte KI-Systeme wiederholt mit den Herstellern verbinden. Im Mittelpunkt stehen konkrete Kaufkriterien wie Garantie, Reichweite, Zuverlässigkeit, Platzangebot, Betriebskosten und Restwerte.

MarkeHäufig genannte StärkenWiederkehrende Vorbehalte
VolkswagenFamilien- und Firmenwagen, Modellvielfalt, ServicenetzSoftwareprobleme früherer ID-Modelle, Garantie
Mercedes-BenzKomfort, Assistenzsysteme, Elektro-TechnologieReparaturkosten, Garantie, Rückrufe
BMWFahrdynamik, Langstrecke, Firmenwagen, HybridtechnikWerkstattkosten, Garantie
ŠkodaPlatzangebot, Preis-Leistung, Enyaq und ElroqGarantie, Rückrufe einzelner Modelle
AudiDigitale Vernetzung, Quattro, Komfort, DienstwagenKosten, technische Probleme einzelner Baureihen
SEAT / CUPRAPreis-Leistung, sportliche Modelle, LeasingRückrufe, Lieferzeiten
OpelGünstige Leasingangebote, Familienautos, NutzfahrzeugeRückrufe, Probleme früherer Infotainmentsysteme
FordNutzfahrzeuge, Familien-SUVs, gewerbliche AngeboteRückrufe, technische Probleme älterer Modelle
HyundaiElektro-Technik, schnelles Laden, fünf Jahre GarantieFrühere Probleme mit Ladeelektronik und 12-Volt-Batterien
FiatStadtautos, Einstiegspreise, LeasingInfotainment, Restwerte
Weitere Marken einblenden
MarkeHäufig genannte StärkenWiederkehrende Vorbehalte
ToyotaHybridtechnik, Zuverlässigkeit, Relax-Garantie12-Volt-Batterieprobleme einzelner Modelle
DaciaAnschaffungskosten, Platzangebot, praktische ModelleKomfort, Ausstattung, Sicherheit einzelner Modelle
KiaElektromodelle, schnelles Laden, sieben Jahre GarantieFrühere Probleme mit Batterie und Ladeelektronik
TeslaEffizienz, Reichweite, Supercharger, SoftwareTÜV-Ergebnisse einzelner Modelle, Assistenzsysteme
BYDAusstattung, Preis-Leistung, BatterietechnikRestwerte, Händler- und Servicenetz

Quelle: SISTRIX AI, Sentiment-Auswertung, Stand 07.10.2026.

Garantie und Elektromobilität gehören zu den besonders häufig genannten Kaufargumenten. Kia und Hyundai werden wiederholt für ihre Elektro-Technik und Herstellergarantien hervorgehoben. Toyota glänzt mit langlebiger Hybridtechnik und seiner Relax-Garantie ähnlich stark. Bei Škoda spielen Platzangebot und Alltagstauglichkeit eine wichtige Rolle.

Auch die deutschen Marktführer verfügen über klare Stärken. Volkswagen wird mit einem breiten Modellangebot und einem dichten Servicenetz verbunden. Bei Mercedes-Benz stehen Komfort und Technologie im Vordergrund, bei BMW Fahrdynamik und Langstrecke. Audi wird häufig aufgrund seiner Vernetzung und Allradtechnik genannt.

Tesla wird mit Reichweite, effizientem Antrieb und Software verbunden. Bei BYD stehen Ausstattung und attraktive Preise im Vordergrund. Gleichzeitig tauchen Vorbehalte zu Restwerten und dem Servicenetz auf.

Bei mehreren Herstellern erscheinen Probleme früherer Modellgenerationen weiterhin in KI-Antworten. Bei Tesla stehen beispielsweise positive Angaben aus der Pannenstatistik neben kritischen TÜV-Ergebnissen einzelner Modelle. Solche unterschiedlichen Befunde können das Markenbild in der KI-Kaufberatung gleichzeitig prägen.

Es wird für die Hersteller eine zukünftige Herausforderung sein, ihr Bild in KI nach Möglichkeiten positiv zu beeinflussen. Für Hersteller ist jetzt schon besonders relevant, wie vollständig und aktuell wichtige Produktinformationen in den eigenen Inhalten und in externen Quellen verfügbar sind.

Vollständiger Benchmark: Stärken und Schwächen jeder Marke aus Sicht der KI

Die vollständige PDF-Auswertung enthält die erhobenen GEO-, SEO-, Website- und Offsite-Daten sowie die ausführlichen Sentiment-Profile der 15 Marken mit belastbarer Datenbasis, jeweils mit Stärken und Vorbehalten aus den KI-Antworten.

ChatGPT nennt Automarken häufiger als Google AI Overviews und AI Mode

Die Tabelle weist je KI-System den Anteil der 78 Fragen aus, in denen eine Marke vorkommt. Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW bilden überall die Spitzengruppe. Insgesamt nennt ChatGPT die meisten untersuchten Hersteller häufiger als die beiden Google-Systeme. Audi bildet eine Ausnahme: Die Marke erscheint in den AI Overviews etwas häufiger (39,7 % gegenüber 37,2 %).

Anteil der 78 markenfreien Prompts mit Markennennung je KI-System
MarkeChatGPTGoogle AI OverviewsGoogle AI Mode
Volkswagen67,9 %59,0 %62,8 %
Mercedes-Benz50,0 %43,6 %50,0 %
BMW47,4 %41,0 %44,9 %
Hyundai47,4 %30,8 %29,5 %
Audi37,2 %39,7 %29,5 %
Kia41,0 %32,1 %28,2 %
Škoda38,5 %21,8 %33,3 %
Toyota39,7 %23,1 %19,2 %
Tesla30,8 %19,2 %30,8 %

Quelle: SISTRIX Prompt Tracking, 78 markenfreie Prompts, Deutschland, Abruf 14.10.2026 (Zeitraum: letzte 7 Tage). Anteil der Prompts, in deren Antwort die Marke mindestens einmal genannt wird.

Was daraus folgt: KI-Systeme stützen Empfehlungen auf Tests sowie Garantie-, Lade- und Pannendaten. Hersteller stärken ihre KI-Präsenz mit prüfbaren Produktfakten auf der eigenen Domain und in unabhängigen Quellen. Den Weg dorthin beschreibt die Generative Engine Optimization (GEO).

KI-Kaufberatung und Google-Sichtbarkeit folgen eng den Verkaufszahlen

KI-Präsenz und Google-Sichtbarkeit laufen über alle Marken eng mit den Neuzulassungen gleich. Unter den 20 zulassungsstärksten Marken folgt Google dem Absatz etwas enger als die KI.

Die vier Ranglisten stellen Marktposition und digitale Präsenz der Hersteller in einer Übersicht gegenüber. Besonders eng liegen Neuzulassungen und KI-Sichtbarkeit beieinander. Außerdem fallen Marken auf, die online stark sind und besser konvertieren könnten. Andere verkaufen stark und könnten digital zusätzliche Kunden gewinnen.

MarkeKBA-RangVeränderung Fahrzeuge (ca.)SuchrangSEO-RangGEO-Rang
Volkswagen1−24.000121
Mercedes-Benz2+3.800312
BMW3+7.800233
Škoda4+21.200887
Audi5+7.000445
SEAT6−5.700261920
Opel7+6.100151212
Ford8−8.40011714
Hyundai9+6009114
Dacia10−400121610
Alle 47 Marken mit KBA-Wert einblenden
KBA-RangMarkeNeuzulassungen Jan.–Sep. 2026SuchrangSEO-RangGEO-Rang
1Volkswagen396.444121
2Mercedes-Benz194.859312
3BMW189.320233
4Škoda186.973887
5Audi153.020445
6SEAT117.432261920
7Opel105.375151212
8Ford74.63011714
9Hyundai71.4009114
10Dacia53.176121610
11Renault51.348131013
12Fiat51.272312017
13Kia50.04714186
14Toyota50.0221068
15Peugeot46.321161315
16Tesla44.8105159
17BYD42.78863322
18Citroën40.696192123
19Volvo38.454201715
20Mazda36.083182320
21Mini32.811342519
22MG Motor27.363474030
23Nissan24.686272425
24Porsche21.6757511
25Suzuki16.371221427
26Land Rover10.797432726
27Mitsubishi9.529232836
28Jeep8.777322929
29Smart6.631253230
30Honda6.12824930
31Polestar3.805284127
32Alfa Romeo3.480293130
33Subaru2.944363536
34Lexus2.640353424
35DS Automobiles1.620453845
36Ferrari1.305212236
37GWM1.189464730
38MAN1.009403039
39Lamborghini921172639
40Iveco712444339
41Aston Martin443303645
42Bentley332373739
43Maserati294383945
44Lotus226394439
45Rolls-Royce215334239
46Cadillac50414645
47Nio20424530

Quellen: KBA (Januar bis September 2026), SISTRIX Suchvolumen (Stand 05.10.2026), SISTRIX Sichtbarkeitsindex (12-Wochen-Median bis 12.10.2026), SISTRIX Prompt Tracking (Abruf 14.10.2026). Hinweise zu Markenfeld, CUPRA und mehrdeutigen Markennamen: Abgrenzung des Markenfelds.

Google- und KI-Sichtbarkeit laufen eng mit den Zulassungszahlen gleich

VergleichZusammenhang (47 Marken)Top 20 nach KBAEinordnung
KBA – Suchnachfrage0,770,56Stark: Häufig gesuchte Marken verkaufen tendenziell auch viele Fahrzeuge. Luxusmarken und schnell wachsende Hersteller weichen davon ab.
KBA – SEO0,840,76Sehr stark: Marken mit hohen Neuzulassungen verfügen meist auch über eine hohe organische Google-Sichtbarkeit.
KBA – GEO0,920,70Sehr stark: In markenfreien KI-Kaufberatungen folgt die Reihenfolge der Marken eng dem Absatz.
Suchnachfrage – SEO0,860,71Sehr stark: Hohes Markeninteresse geht meist mit einer starken Präsenz in der Google-Suche einher.
Suchnachfrage – GEO0,800,76Stark: Häufig gesuchte Marken werden auch in KI-Antworten oft genannt.
GEO – SEO0,830,83Sehr stark: Bei Google gut sichtbare Marken sind tendenziell auch in KI-Antworten häufig präsent. Es scheint Synergien zu geben.

Quelle: eigene Berechnung (Spearman-Rangkorrelation) über 47 Marken mit KBA-Wert und die Top 20 nach KBA. Datenbasis wie in der Rangtabelle (Methodik der Rangkorrelation).

Über alle 47 Marken mit KBA-Wert läuft die KI-Präsenz am engsten mit den Neuzulassungen gleich (0,92), die Google-Sichtbarkeit folgt mit 0,84. Unter den 20 zulassungsstärksten Marken kehrt sich das Verhältnis um: Hier folgt die Google-Sichtbarkeit dem Absatz enger (0,76) als die KI-Präsenz (0,70). Der hohe Gesamtwert der KI entsteht also vor allem durch den Abstand zwischen Volumen- und Nischenmarken. Für die großen Hersteller ergeben Google und KI ein ähnliches Bild. Keine der beiden Kennzahlen bildet den Absatz allein ab. Welche Faktoren hinter diesen Zusammenhängen stehen, untersucht der nächste Teil der Serie.

Digitale Sichtbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung – der Vertriebserfolg entsteht im Zusammenspiel

Erfolgreiche Automarken sind häufig auch digital stark aufgestellt. Über das gesamte Markenfeld stimmen KI- und Google-Sichtbarkeit eng mit den Neuzulassungen überein. Auch die Zusammenhänge zwischen Neuzulassungen, SEO und Suchnachfrage sind bemerkenswert hoch. Gute Rankings allein garantieren jedoch keine zusätzlichen Fahrzeugverkäufe. Die statistischen Zusammenhänge belegen keine Kausalität, sie legen sie höchstens nahe.

Vermarktung und Vertrieb von Automobilen sind komplex. Zwischen dem ersten Suchkontakt und der Neuzulassung liegen zahlreiche Entscheidungen: Welches Modell passt zum Bedarf? Ist es zum gewünschten Preis und mit passender Finanzierung erhältlich? Gibt es das Fahrzeug in der Region? Wie einfach lassen sich Beratung, Probefahrt und Kaufabschluss organisieren?

Damit digitale Sichtbarkeit zu Nachfrage und Verkäufen führt, müssen viele Stellschrauben ineinandergreifen. Markenmarketing, Produktmanagement, GEO und SEO, Website-Teams, Vertrieb und Händlernetz arbeiten dafür über die gesamte Customer Journey zusammen. Selbst eine gut sichtbare Herstellerwebsite verliert Interessenten, wenn passende Fahrzeuge, Angebote oder regionale Verfügbarkeiten dort fehlen, wo sie gesucht werden.

Darin liegt eine zentrale Aufgabe für Automobilkonzerne mit vielen Marken, Märkten, Vertriebseinheiten und Händlerorganisationen. Das Ziel ist, Interessenten von der ersten Recherche über das passende Fahrzeugangebot bis zum Kauf zu begleiten.

Was daraus folgt: Digitale Sichtbarkeit ist eine Voraussetzung für Vertriebserfolg, aber kein Ersatz für Angebot und Händlernetz. Den größten Effekt erzielen Teams, die Marke, Website, Handel und KI-Präsenz gemeinsam steuern.

Teil 2 der Serie, das Acceleration Playbook, erscheint in Kürze. Es leitet aus diesem Benchmark die Ranking-Faktoren je Kaufphase ab.

Kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren: Mehr Fahrzeuganfragen durch gezieltes Automotive GEO & SEO

digitalagenten unterstützt Automobilhersteller, Importeure und Händlergruppen dabei, GEO, SEO-Beratung, lokale Sichtbarkeit und Conversion-Optimierung aufeinander abzustimmen. Das reicht von der ersten Fahrzeugsuche bis zum regionalen Händlerangebot. Einen Automotive GEO & SEO Benchmark für die eigene Marke liefert eine individuelle Benchmark- und Wettbewerbsanalyse. Grundlagen für Hersteller und Händler bündelt außerdem der Ratgeber Automotive SEO 2025.

Das kostenlose und unverbindliche Erstgespräch klärt konkrete Ansatzpunkte für die eigene Marke. Dazu zählen Suchanfragen mit Potenzial, die Präsenz in KI-Antworten und der Weg von Herstellerwebsite und Händlernetz zur Probefahrt. Ebenso geht es um die Frage, wie sich das flächendeckend umsetzen lässt.

FAQ zum Automotive GEO & SEO Benchmark: Methodik, Kennzahlen und Nutzung

Der Automotive GEO & SEO Benchmark 2026 verbindet sechs Datenquellen:

  • Neuzulassungen: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41/2026 vom 05.10.2026 (Januar bis September 2026).
  • Suchnachfrage, Google-Sichtbarkeit und markenfreie Top-10: SISTRIX (Abrufe 27.09. bis 12.10.2026).
  • KI-Präsenz und KI-Quellen: SISTRIX Prompt Tracking (Abruf 14.10.2026).
  • Sentiment: SISTRIX AI (Stand 07.10.2026).
  • Website-Nutzung: Similarweb (September 2026, Abruf 13.10.2026).
  • Verlinkung: Majestic Fresh Index (Stand 13.10.2026).

Die Rangkorrelationen berechnet digitalagenten aus diesen Daten.

Der SISTRIX-Sichtbarkeitsindex bewertet die Rankings einer Domain in Google Deutschland. In die Berechnung gehen die Positionen, das Suchvolumen der Begriffe und die erwartete Klickwahrscheinlichkeit ein. Ein höherer Wert bedeutet also mehr organische Reichweite.

Der Automotive GEO & SEO Benchmark nutzt den Median aus zwölf Wochenwerten (27.07. bis 12.10.2026). Eng beieinanderliegende Marken tauschen ihre Reihenfolge sonst je nach Stichtag. Der Median glättet diese Schwankungen und macht die Rangfolge stabiler.

Similarweb schätzt die Nutzung einer Website über alle Trafficquellen. Traffic-Werte aus Similarweb liegen nur global vor. Die monatlichen Besuche messen die Reichweite. Besuchsdauer und Seiten pro Besuch messen dagegen die Intensität. Unterschiedliche Besucher zählen jede Person nur einmal im Monat.

Internationale .com-Domains bündeln Besuche aus allen Märkten. Die deutschen Herstellerdomains bilden dagegen vor allem Nutzer aus Deutschland ab. Die Besuchszahlen beider Gruppen sind daher nur eingeschränkt vergleichbar. Der Automotive GEO & SEO Benchmark vergleicht sie deshalb zusätzlich getrennt. Alle Werte sind Schätzungen und eignen sich vor allem für den relativen Vergleich.

Die Besuchsdauer misst, wie lange sich Nutzer mit Fahrzeugen, Ausstattungen oder Angeboten beschäftigen. Eine längere Verweildauer spricht für großes Interesse.

Bei den Seiten pro Besuch spielt zusätzlich die Website-Struktur eine Rolle. Eine schlank aufgebaute Website führt mit wenigen Klicks zum gewünschten Fahrzeug. Eine stark untergliederte Website braucht für dieselben Informationen mehr Seitenaufrufe. In der Tendenz sprechen mehr Seiten dafür, dass Nutzer mehr Modelle und Varianten ansehen. Bei Luxusmarken dient der Besuch oft dem Erkunden ohne konkrete Kaufabsicht.

  • Trust Flow (TF): Majestic-Kennzahl für das Vertrauen im Linkumfeld. Ein höherer Wert bedeutet Links von vertrauenswürdigeren Websites.
  • Citation Flow (CF): misst die Linkpopularität, also vor allem die Menge der Verlinkung.
  • Verweisende Domains: Zahl der unterschiedlichen Domains mit mindestens einem Link.
  • Externe Links: Zahl aller eingehenden Links. Allein hat sie allerdings wenig Aussagekraft.

Der Automotive GEO & SEO Benchmark nutzt den Fresh Index von Majestic. Er bildet die aktuelle Verlinkung ab, während der Historic Index die gesamte Historie sammelt.

Der Automotive GEO & SEO Benchmark wertet 100 Suchbegriffe ohne Markennamen aus. Sie verteilen sich auf fünf Phasen des Autokaufs: Orientierung, Lernen, Kontakt, Kauf und Nutzung. Beispiele sind „bestes Familienauto“, „Elektroauto mit hoher Reichweite“, „Autohaus in der Nähe“ und „Probefahrt vereinbaren“.

Für jeden Begriff wurden die Google-Top-10 in Deutschland erhoben (SISTRIX, Abruf 27.09.2026). Insgesamt flossen dabei 896 Ergebnisse ein. Anschließend hat digitalagenten jede Domain einer Anbietergruppe zugeordnet, etwa Hersteller, Fachmedien, Portale oder Händler.

Grundlage sind 78 Fragen ohne Markenvorgabe, etwa zu Fahrzeugklassen, Kaufkriterien und Leasing. SISTRIX Prompt Tracking hat sie in ChatGPT, Google AI Overviews und Google AI Mode abgefragt (Deutschland, letzte 7 Tage, Abruf 14.10.2026). Daraus ergeben sich 234 Antworten.

Gezählt werden zwei Werte. Nennungen erfassen jede Erwähnung einer Marke. KI-Antworten mit Nennung zählen die Antworten, in denen eine Marke mindestens einmal vorkommt. Je Marke sind damit höchstens 234 KI-Antworten mit Nennung möglich.

Der GEO-Rang sortiert 48 Marken nach der Zahl ihrer KI-Antworten mit Nennung. Das sind die 47 Marken mit KBA-Wert plus CUPRA. Marken mit gleicher Zahl teilen sich einen Rang. Marken ohne Nennung in KI-Antworten teilen sich den letzten Rang 45.

Škoda ist aus zwei SISTRIX-Einträgen (Skoda, škoda) zusammengeführt. CUPRA wird getrennt von SEAT erfasst: 24 KI-Antworten mit Nennung, 41 Nennungen, GEO-Rang 17. Das KBA zählt CUPRA dagegen unter SEAT.

Die Sentiment-Analyse basiert auf der SISTRIX-AI-Auswertung vom 07.10.2026. Sie erfasst, welche Stärken und Vorbehalte KI-Systeme wiederholt mit einem Hersteller verbinden.

Im Mittelpunkt stehen Kaufkriterien wie Garantie, Reichweite, Zuverlässigkeit, Platzangebot, Betriebskosten und Restwert. Die Tabelle im Artikel fasst die häufigsten Muster je Marke zusammen. Das vollständige PDF enthält die ausführlichen Profile der 15 Marken mit belastbarer Datenbasis.

Die Spearman-Rangkorrelation misst, wie ähnlich zwei Ranglisten sind. Der Wert 1 bedeutet identische Reihenfolge, 0 keinen Zusammenhang. Berechnet wurde sie über 47 Marken mit KBA-Wert und zusätzlich für die Top 20 nach KBA.

Gleichstände gehen mit gemittelten Rängen ein. Die Ränge werden je Auswahl neu vergeben. CUPRA ist nicht enthalten, weil das KBA CUPRA unter SEAT zählt. Eine hohe Korrelation steht für einen Zusammenhang, belegt aber keine Ursache. Ob Sichtbarkeit Verkäufe treibt oder umgekehrt, lässt sich daraus nicht ablesen.

Der Automotive GEO & SEO Benchmark umfasst 50 Marken. Der KBA-Rang bezieht sich auf 48 Marken mit KBA-Wert, denn Chevrolet und Jaguar sind beim KBA nicht einzeln ausgewiesen. Die Korrelationen nutzen außerdem nur die 47 Marken mit vollständigen Werten.

SEAT-Werte bei Suche, GEO und SEO enthalten CUPRA nicht, während das KBA CUPRA unter SEAT zählt. Bei mehrdeutigen Markennamen wie Jaguar oder Lotus fällt der Suchrang vermutlich zu gut aus. Modellnamen wie Golf, Octavia oder Model Y sind in der Markensuche zudem nicht enthalten.

Der Automotive GEO & SEO Benchmark ordnet jede Marke im Vergleich zum Markt ein. Marketing- und Digitalteams erkennen daraus Lücken zwischen Absatz, Nachfrage, Google-Sichtbarkeit und KI-Präsenz. Importeure sehen, wo ihre Marke hinter ihrem Marktanteil zurückbleibt. Händlergruppen finden Hebel in der Kontaktphase, etwa bei Standortseiten und Bewertungen.

Für eine eigene Marke oder Händlergruppe vertieft eine individuelle Benchmark- und Wettbewerbsanalyse diese Werte. Sie ergänzt Modelle, Regionen und direkte Wettbewerber.

Die Serie folgt dem Ablauf Research, Learn, Design und Build. Teil 1, dieser Automotive GEO & SEO Benchmark, liefert Research und Learn: Marktdaten und die daraus ablesbaren Muster.

Teil 2, das Acceleration Playbook, erscheint in Kürze. Es legt die Ranking-Faktoren entlang der fünf Kaufphasen offen und benennt die Inhalte und Quellen, die bei Google und in KI-Antworten zählen. Die Player- und Stakeholder-Matrix ordnet anschließend die Aufgaben von Herstellern, Handel und Teams im Konzern. Bei neuen KBA-Daten wird der Benchmark außerdem fortgeschrieben.

Managing Partner Lorenz Wacker, digitalagenten

Lorenz Wacker

Managing Partner